Weisenstein

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Illustratoren sind die Romantiker unter den Designern. Die meisten von ihnen arbeiten mit der Hand, liebevoll digitalisieren sie ihr Werk und fügen es meist einem Cluster mit Medienbotschaft zu. Ihr Werk ist unverwechselbar. Doch nicht jedermanns Sache.

Bereits in den Anfängen der deutschen Social Entrepreneurzeit zwischen 2000 und 2010 waren es vor allem die aus den angelsächsischen Staaten kommenden Pioniere, die die visuelle Sprache der Wimmelbücher lieben und ganze Geschäftsmodelle durchillustriert haben wollten. Wir selbst hatten die Gelegenheit, für das Team der Stiftungsaufbauer der Active Philanthropy gGmbH das gesamte Beratungsmodell eines Stiftungsaufbaues als Map zu illustrieren. Im Mittelpunkt der Philanthropymap: Phil und Phillis, ein Pärchen, das mit den Spendern alle Projektstationen von der Quelle der Inspiration bis zum Ozean der Vollendung durchwandert.

Diese Methode der spielerisch-grafischen Aufarbeitung komplexer Beratungs- und Strukturprozesse war und ist ein Risiko: Die gemalte Geschichte muss Projektinhalt passen – und auch die Leserinnen und Leser müssen sich vom Stil und der Umgangweise angesprochen fühlen.

Trotz aller Anfangserfolge blieb diese Art des aufwändingen Storytellings konnte sich das Illustrationstool in diesem konkreten Beispiel nie ganz durchsetzen.

Umso mehr freuen wir uns, dass jetzt unsere Versicherungsgenossenschaft (VBG) in ihrem Kundenmagazin „Certo“ zur Erläuterung des rundum abgesicherten Betriebsausfluges auf das Mittel der spielerischen Illustration zurückgreift.

Mal sehen, ob aktuell mehr Menschen diese liebevolle Art der Kommunikation zu schätzen wissen.
Oder ob in der nächsten Ausgabe dann doch wieder die gute alte Strichliste siegen wird.

Gestaltung der AP-Map: Andrea Riebe und Raik Luettke von projektbarfuss.de
Mehr Info zur Certo-Map: www.vbg.de/certo

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