Weisenstein

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6 Tage gab es Dauerpower von PEP, dem Programm von ASHOKA, für seine IT4CHANGE-Projekte. Fester Programmbestanteil: das nachmittagliche Expertengrillen am Stück. #gZB war Teil des 6stündigen Powerconsulting.

IT4CHANGE heißt der neue Engegementfokus von PEP, dem  Jugend-Social-Entrepreneur-Programm von ASHOKA. Wer hier über Stipedien, durch Projektgelder oder Weiterbildungen gefördertt wird, gehört zur neuen schlagkräftigen Sozialelite Deutschlands. Denn hier verleiht nicht nur unternehmerisches Denken dem gemeinwohlrientierten Projektanliegen Flügel, sondern vor allem die Wahl der Tools: Alle Projekte machen sich Technik, und insbesondere moderne Kommunikationstechniken zu Nutze, um große Reichweiten und Hebelwirkungen zu erreichen.

6 Tage konnten ausgewählte Projekte in der IT4Change-Woche Kraft und Inspirationen in Berlin tanken, um mit ihrem Projekt so richtig durchzustarten. Und weil neue Zeiten eben auch neue ideen erfordern, testete PEP am Freitag gleich mal ein neues Beratungsformat mit.

30 externe Berater standen beim Accelleratorpanel in drei jeweils 75minütigen Beratungssessions den 13 Projektverantwortlichen zur Verfügung, um die Ideen und Geschäftsmodelle auf Herz und Nieren zu testen. Ein anstrengender Nachmittag, der das gesamt Spektrum von Euphorie bis Tränen abdeckte, jedoch für alle Beteiligten ein echter Gewinn war.

Da ich seit Jahren die Gründungsworkshops mit Gründern aus dem Kreativ- und Social Entrepreneurbereich bei Goldene Zeiten Berlin betreue, hatte ich die große Ehre, von den Programmleitern ebenfalls eingeladen zu sein, um meine angeblich so  „beliebt-gefürchteten Fragen“ zu stellen: „Passt das Geschäftsmodell überhaupt zu meinem Lebensmodell? Wollen wir alle in dieselbe Richtung? Und was können wir alle aktuell in den Prozess hineingeben?“  Der Nachmittag zeigte, dass Dennis Hoenig-Ohnsorg und Christine Bär von PEP Recht behalten sollten: Fachlich konnte ich eine Menge sowohl von meinen anderen Beraterkollginnen und -kollegen als auch den Projektverantwortlichen dazulernen. Doch wie immer wird die saubere Basisarbeit gerade bei Gründungsteams gerne etwas vernachlässigt. Die Projekte waren aber so gut aufgestellt, dass wir gemeinsam schnell die entscheidenden Lücken schließen konnten.

Wie immer wünsche ich allen Beteiligten den maximalen Erfolg.

Zwei Fragen habe ich aus diesem Forum mitgenommen:

1) Ist die Gründung einer NGO angesichts einer zunehmenden Legetimierungsfrage in  der erwachenden Zivilgesellschaft noch zielführend, um maximalen „Impact“ zu erreichen? Oder ist doch der Weg der Sozialunternehmer mit ihrem wirtschaftlichen Weg der zielführendere?
Meine These: „Genug mit der verwalteten Aufmerksamkeit und den Hochglanz-NGOs, in die in den nächsten Jahren sowieso nur die Flüchtlinge aus den Großunternehmen strömen:  Frischen Machern gehört die Zukunft.“

 

2) Müssen Berater, die sich vorher nicht kennen, aber zusammen ein Projekt beraten sollen, vorher in einer Stunde mal intern die Posing-Hörner abstoßen, um sich dann gecleant und frei wirklich dem Projekt widmen zu können?
Ich sage: “ Zuerst die Checkersession, dann die saubere Arbeit.“

 

Weitere Informationen zu PEP:
Unsere Gesellschaft steht vor immer komplexeren Herausforderungen, zu deren Lösung wir auch auf das kreative Potential und den „frischen Wind“ der jungen Generation angewiesen sind. Insbesondere Jugendliche brauchen mehr Raum, um sich stärker am gesellschaftlichen Wandel zu beteiligen. Doch werden gerade sie mit ihren Projekten in ihrer Wirkung in besonderem Maße gehemmt, da es ihnen an Zeit, Ressourcen und Zugängen fehlt.

Beschreibung
Das Programm Engagement mit Perspektive (PEP) richtet bietet Ehrenamtliche zwischen 16 und 27 Jahren, die für ihre Projekte nachhaltige und wirkungsvolle Strukturen schaffen wollen Lebenshaltungsstipendien, Weiterbildungen und Projekgelder.

SAP ermöglicht den Start des Programms in Deutschland als Gründungspartner mit einer Basisfinanzierung und bringt sich darüber hinaus mit seinem Produkt-Know-How und dem persönlichen Engagement seiner Mitarbeiter aktiv in seine Ausgestaltung ein.

http://www.engagement-mit-perspektive.de/
https://www.facebook.com/PEPdeutschland

Foto: (c) PEP

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