Weisenstein

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Seit Jahren ist Berlin ein Anzugspunkt für Kreative aus der ganzen Welt. Sie kommen, um hier zu lernen, sich zu vernetzen und Inspirationen aufzusaugen. Doch allen Bemühungen zum Trotz ist Berlin nicht die Stadt der flächendeckend erfolgreichen Kreativen.

Seit gut einem Jahr tobt die Debatte über Gründe und Ursachen hierfür: Die Unübersichtlichkeit des Sektors, die Zersplitterung seiner Akteure und das mangelnde Gruppenzugehörigkeitsgefühl der Kreativen machen es schwer, Erfahrungen zu objektivieren, Lebens- und Berufsmuster zu standartisieren und zu kommunizieren und gemeinschaftlich Ansprüche zu identifizieren und zu kommunizieren.

Ein Angebot: Das Open Culture – Projekt „Kreativ3“. Ein Orientierungsworkshop.
Zunächst handelte es dabei um ein rein hochschulinternes Workshopprojekt. Doch der Erfolg ermunterte uns dazu, das Workshopformat auch für Nichtstudenten zu öffnen. Um möglichst vielen Kreativen helfen zu können, haben wir uns entschlossen, das Format als Open Culture – Projekt zu deklarieren und mit anderen Agenturen und Kreativen weiterzuentwickeln.

Das Basisformat: Der Workshop
Der Workshop „Kreativ3 : Kreativ sein. Kreativ arbeiten. Kreativ leben.“ besteht aus vier Basismodulen, die an mindestens drei Tagen in einer Gruppe von 8 – 12 Teilnehmern erarbeitet werden können. Sie verfolgen die vier Fragen: „Wer bin ich?“, „Was kann ich?“, „Was will ich?“ und „Was brauche ich?“. Herz des Workshops ist ein Exerzitien-Outdoor-Tag in Berlin, den jeder Teilnehmer alleine ohne Computer und Handy, nur mit einer Kamera ausgerüstet verbringen darf. Ziel ist es, seinen eigenen Ängsten, Wünschen und seiner inneren kreativen Stimme auf die Spur zu kommen.

Die abschließende Foto-Präsentation der Individualreise vor der Gruppe offenbart Lebensmuster, Verhaltensstrategien und Lebensentwicklungspotenziale. Abgerundet wird das Seminar mit einer generellen Informationsvermittlung über den Kreativsektor in Berlin im Allgemeinen – Akteure, Spielregeln, Preise, Angebot – Nachfrage – Situation –Lebenswege.

 

Tag 1: Das bist du! (Indoor)

Modul 1: Wer bin ich?
Die Teilnehmer werden per Losverfahren in Tandemteams eingeteilt. Die Teams haben 30 Minuten Zeit, im Interviewverfahren möglichst viele Informationen über das Leben des Tandempartners herauszubekommen. Ziel ist die anschließende Präsentation des jeweiligen Tandempartners vor der Gruppe. Zentrale Präsentationsfigur ist ein sogenannter „Social Graph“ des Tandempartners: Das Leben wird anhand von wichtigen Personen aus der Vergangenheit und Gegenwart dargestellt.

Übungsziele:

  • Zuhören und Muster erkennen.
  • Interesse für das Gegenüber entwickeln.
  • Präsentieren.
  • Gemeinschaftsarbeit einüben.
  • Feedback einüben.
  • Kernerkenntnis, dass jeder Teilnehmer ein Netzwerkleben führt.
  • Lebensmotto erkennen.

 

Modul 2: Was kann ich?
Die Teams haben 30 Minuten Zeit, im Dialogverfahren einen 360-Grad-Blick für die gegenwärtige Lebenssituation zu entwickeln. Ziel ist die anschließende grafische Präsentation sämtlicher Lebensbereiche des eigenen Lebens vor der Gruppe, so dass eine Lebenskollage mit Stärken und Schwächen (SWOT) deutlich wird.

Übungsziele:

  • Zuhören und Muster erkennen.
  • Kennenlernen des KODE-Kompetenzatlas.
  • Wahrnehmen eigener Lebensmuster.Erkennen von eigenen Stärken und Schwächen.
  • Sensibilisierung von persönlichen Weiterentwicklungsmöglichkeiten.

 

Tag 2: Das ist das Leben! (Outdoor)

Modul 1: Mach die Augen auf.
Der zweite Tag stellt die Teilnehmer vor die Herausforderung, sich einen ganzen Tag lang ohne Mobilfunkgerät dem Leben in der Stadt zu stellen und auf die Suche nach den eigenen Lebensresonanzmustern zu begeben. Besonderer Fokus liegt dabei auf der Wahrnehmung von Situationen, Orten und Menschen, die Kraft schenken bzw. Kraft nehmen.
Der Tag beginnt gemeinsam in der Cafeteria der TU Berlin am Ernst-Reuter-Platz mit Blick über Berlin. Die Teilnehmer werden nach einem kurzen Warm Up für die folgenden Stunden mit einer Kamera ausgerüstet in den Tag entlassen. Der Tag endet mit einem gemeinsamen Abschlussgespräch wiederum in der Cafeteria der TU Berlin.

Übungsziele:

  • Zuhören und Muster erkennen.
  • Einsamkeit / Alleinsein aushalten.
  • Kreativquelle entdecken.
  • Angstsensibilisierung.
  • Präsentation der fotografierten Momente als Kollage.

 

Tag 3: Das willst du! (Indoor)

Modul 1: Was will ich?
Die Teilnehmer haben 30 Minuten Zeit, sich über ihre eigene Beerdigung Gedanken zu machen. Im Anschluss präsentiert jeder vor der Gruppe seine eigene Beerdiungsszenerie inklusive Trauergästen und Lebensmotto.

Übungsziele:

  • Ausbau des persönlichen Netzwerkgedankens
  • Lebenszielentwicklung.
  • Visions- und Motivationsentwicklung.
  • Abgleich Lebens-„Soll-Ist“.
  • Entwicklung von möglichen gesamtgesellschaftlichen und persönlichen Zukunftsszenarien anhane von Trendforschungen.

 

Modul 2: Was brauche ich?
Das abschließende Modul stellt die Teilnehmer vor die Herausforderung, die Kernerkenntnisse der vorausgegangenen Module nutzbar zu machen, um die Lebensregeln für das eigene, gelingende Leben aufzustellen. Diese werden mit den Herausforderungen des modernen Lebens eines sog. Kreativen in Festanstellung, als Freelancer oder Start-Up-Gründer gematcht.

Übungsziele:

  • Zuhören und Muster erkennen.
  • Überblick über Anforderungsprofil für verschiedene Kreativlebenswege.
  • Verdienstmöglichkeiten.
  • Zeitbudget.
  • Sozialabsicherung etc.
  • Wahrnehmen eigener Lebensmuster.
  • Erkennen von eigenen Stärken und Schwächen.
  • Sensibilisierung von persönlichen Weiterentwicklungsmöglichkeiten.

 

WEITERGEHENDE INFORMATIONEN

Webseite: www.goldene-zeiten-berlin.de
Personal: 1 Trainer + 1 AssistentIn
Preisgestaltung:
ab 1.200 € netto 
Bild: (c) Sven Schlebes

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